Salon Digital – 2. Abend / Jennifer Lyn Morone: Mine, Mine, Mine!

Veranstaltungsreihe / 12.12.2016

Mine, Mine, Mine!

Lecture Performance mit Jennifer Lyn Morone.

Jennifer Lyn Morone gives an overview of the background, development, tactics and contradictions of the data economy in the performance lecture ‚Mine, Mine, Mine!‘ The lecture will raise questions about the inherent incompatibility of privacy in an information economy, and offer an alternative approach by challenging the audience’s role in how they may operate in this economy through the re-appropriation of corporate strategy. JLM Inc will be presented as a case study to to provoke and engage in questions of property, value, labour and the possibility of agency to bring about change.

18:00 Raum 4.15.070 (großer Theorieraum), Speicher XI, Bremen

Spektakel: Reenactments in Kunst, Gestaltung, Wissenschaft und Technologie.

Mit dem Wintersemester 2016/17 startet der Studiengang Digitale Medien der Hochschule für Künste Bremen eine regelmäßig stattfindende Salon-Reihe unter dem Titel „Spektakel: Reenactments in Kunst, Gestaltung, Wissenschaft und Technologie“. Das offene Salon Format beinhaltet Experimente, Vorträge, und Performances aus unterschiedlichen Disziplinen mit dem Fokus auf neue und alte Medien und Technologien. Praxis des Salons ist das Reenactment als Möglichkeit des Sichtbarmachens, Vergegenwärtigens und Durchkreuzens von Vergangenem oder Verborgenem.

Insbesondere im Bereich der sogenannten Neuen Technologien und zeitgenössischen Medien erscheint Wissen von komplexen Schichtungen von Material, Code/Zeichensystemen und Geschichte/Organisationen verdeckt. Das Wiederaufführen kann Denken, Geschichte und Theorie in Körper und Handlung übersetzen. Im Zentrum steht so die verkörperte Vergegenwärtigung vergangener Ereignisse, initiiert durch den Wunsch eine grundsätzlich uneinholbare Vergangenheit wiedererlebbar zu machen.

Vorrangiges Anliegen des Salons ist die Öffnung von geschlossenen Systemen und Konstruktionen (Black Boxes). Denn Wissenschaft, Ökonomie, zeitgenössische Medien sowie Neue Technologien sind durch globale Machtstrukturen, komplexe Entwicklungs- und Produktionsprozesse und deren hermetische Konstruktion nur noch schwer zu durchschauen und bleiben für die Rezipierenden primär an der Oberfläche. Das Spektakel ist eine Form der Verdichtung von Handlungen und Prozessen. Gewissermaßen Paradox zum Reenactment, dem Wiederholung und so auch Historie immanent sind, ist das Spektakel ein Zeitpunkt im Hier und Jetzt, zu dem alles kulminiert.
Organisiert von: Andrea Sick, Ralf Baecker und Dennis Paul
http://www.salon-digital.com

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